Über Kunst ins Gespräch kommen 15.01.2009

Initiative der katholischen Stadtkirche Wiesbaden jetzt online

Das spannende Verhältnis von Kunst und Religion neu beleben, mit diesem Anspruch ist die Initiative angetreten. Foto: Kirche und KulturWIESBADEN. – „Über Kunst ins Gespräch kommen“, so heißt nicht nur eine neue Veranstaltungsreihe des pastoralen Schwerpunktes „Kirche und Kultur“ in der katholischen Stadtkirche Wiesbaden, sondern der Titel ist zugleich auch Programm des ambitionierten Projektes, das im letzten Jahr aus der Taufe gehoben wurde. Als stärkster Kulturträger neben städtischen Einrichtungen will "Kirche und Kultur" im aktuellen Geschehen Wiesbadens Präsenz zeigen. Diesem Ziel dient auch die eigene Homepage im Internet, die jetzt frei geschaltet worden ist. Unter der Adresse http://www.kirche-und-kultur.de erfahren Interessierte alles Wissenswerte rund um die Ziele und die aktuellen Veranstaltungen der neuen Initiative, die in die Stadt hinein wirken und Impulse geben will. Mit der Kunsthistorikerin Dr. Simone Husemann hat die Geschäftsführung des Schwerpunktes ihren Sitz im Roncalli-Haus in Wiesbaden.

Ausführlich vorgestellt wird auf der neuen Website auch die Dreifaltigkeitskirche, die schon lange ein Zentrum kirchlich kulturellen Lebens in Wiesbaden ist und die sich nicht zuletzt aufgrund ihrer stadtnahen Lage als ideeller Sitz der „Kulturkirche“ angeboten hat. Die 1912 geweihte Kirche, gestaltet von dem Architekten Ludwig Becker, wird im Frühjahr den „Raum-Rahmen“ für eine Ausstellung zur Entwicklung des Kirchenbaus in der Moderne bilden. „Schätze! Kirchen des 20. Jahrhunderts“ ist der Titel der Schau vom 10. bis 28. Mai. Höhepunkt des Rahmenprogramms mit Führungen und Vorträgen wird der für den 16. Mai geplante Studientag „ART-fremd – Kunst zu Gast im Kirchenraum“ sein.

Fortgesetzt wird im neuen Jahr die bewährte Reihe „Kunst & Religion“ im Museum Wiesbaden. An jedem ersten Dienstag im Monat, von 18:30–19:30 Uhr, steht ein Kunstwerk des Wiesbadener Museums im Mittelpunkt. Dr. Simone Husemann und Dr. Stefan Scholz, Priester am Frankfurter Dom, gestalten gemeinsam diese Veranstaltungen. Im Frühjahr startet zudem eine weitere Veranstaltungsreihe, die dazu einladen will, „über Kunst in´s Gespräch (zu) kommen“: Sie soll jeweils am letzten Donnerstag jeden Monats um 19.30 Uhr im Roncallihaus stattfinden.

Mit der Gestaltung des kulturellen Rahmenprogramms zum Kongress der Palliativmedizin hat sich die Kulturkirche im Herbst letzten Jahres erstmals erfolgreich der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dabei war auch die Wiesbadener Malerin Renate Reifert, die im Josefshospital den Abschiedsraum gestaltet hat, und die zum Arbeitskreis „Kirche und Kultur“ gehört. Wer Interesse hat, in der Landeshauptstadt kirchliche Kulturarbeit mit zu gestalten, ist in diesem Arbeitskreis willkommen. Weitere Informationen unter der Rufnummer 0611-174-124 oder 126, oder per Mail unter s.husemann@bistum-limburg.de. (rei)
 

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