Aktuelle Projekte

„Hier stehe ich!...“ – Standpunkte, die bewegen

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Aus Sprache – Aus Bilden – Aus Tausch – Im Heute glauben

Mit diesen Worten ist ein für 2017 geplantes Projekt des Bereichs „Kirche und Kultur“ der Katholischen Kirche der Stadt Wiesbaden zum 500. Jahrestag des Beginns der Reformation übertitelt.

Die Reformation bedeutete nicht nur für die Kirche, sondern für die gesamte Gesellschaft eine einschneidende Zäsur, stellt ein bis heute folgenreiches Ereignis dar.
Anlass genug für den Fachbereich „Kirche und Kultur“ sein Augenmerk über das historische Geschehen und über die Person Martin Luthers hinaus auf das bis heute Grundsätzliche und in seiner Aktualität eminent wichtige Fragen eines im Glauben verwurzelten und auch erschütterbaren Menschseins zu richten.

Befindet sich unsere Gesellschaft heute nicht in einer durchaus vergleichbaren Situation wie die Menschen im „Herbst des Mittelalters“? Themenschlaglichter wie Reformstau, Politikverdrossenheit, Kirchenferne kennt auch unsere Zeit. Der Zeitgeist fragte und fragt auch heute nach Reformen.

Wohl nie zuvor war eine Gesellschaft wie die unsrige so beseelt vom Kult um das Individuum, von der Idee einer garantierten, alles umfassenden und persönlich zu füllenden und zu lebenden Freiheit des Einzelnen. Unterschiedlichste Lebensentwürfe fordern ein Handeln der Gesellschaft wie des Einzelnen, das von Toleranz geprägt ist, doch nicht selten überwiegt der Eindruck, dass uns bei zunehmender Pluralität eine verbindende Sprach- oder besser: eine Diskussionskultur abhandengekommen ist.
Globalisierung und Digitalisierung sind Last wie Bereicherung zugleich. Wie haben sich unsere Diskurse im Zeitalter von social media, von Short Message Services, kurz SMS, Face-book, Twitter & Co, in einer von Talkshows beherrschten Medienöffentlichkeit verändert?

Mit Blick auf 1517 sollten wir uns heute auch fragen, wie wir uns gegenüber Konflikten innerhalb der Kirche verhalten? Wo befindet sich Kirche heute? Viele Menschen haben der Kirche bereits den Rücken zugekehrt und sich „Ersatz-Religionen“ zugewandt. Wie verhalten wir uns angesichts anderer Positionen innerhalb des doch Gemeinsamen? Und nicht zuletzt: Wie gehen wir heute in einer mehr und mehr säkular geprägten Welt mit Glaubensfragen um?

Das Jahr 2017 sollte uns Grund geben, über Kirche als Resonanzraum für viele Glaubens-stimmen nachzudenken. Der Bereich „Kirche und Kultur“ der Katholischen Kirche der Stadt Wiesbaden bittet deshalb die Kultur bundesweit um Stellungnahme.

Sowohl ein Preis für Sprache und Literatur sowie ein Preis für Bildende Kunst, jeweils in Höhe von 2.000 € nebst einem Förderpreis, sollen ausgelobt werden. Die eingesandten Wort- wie Kunstbeiträge werden in den Kirchenräumen Wiesbadens präsentiert und auch in einer Publikation dokumentiert. Eine Podiumsdiskussion, ein „Luther-Blog“ sowie eine musikalische Tondebatte werden darüber hinaus das Jahr 2017 bereichern.

Auf diese Weise eröffnet die Katholische Stadtkirche Wiesbaden mit Beginn des Jahres 2017 unter dem Motto „Hier stehe ich!...“ – Standpunkte, die bewegen“ eine lebendige Debatte, einen facettenreichen Dialog mit den Ausdrucksmöglichkeiten des Wortes, mit der klangreichen Sprache der Musik und den bildnerischen Schöpfungen der Kunst zum Thema „Reformation“.

Kunstpreis zum Reformationsjahr

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Im Rahmen des von der Katholischen Kirche in Wiesbaden zum Reformationsjahr 2017 angestoßenen Projekts „Hier stehe ich!“ – Standpunkte, die bewegen: Aus Sprache – Aus Tausch – Aus Bilden wird ein Preis in Höhe von € 2.000 sowie ein Förderpreis mit einer Dotierung von € 1.000 für den Bereich „Bildende Kunst“ ausgelobt.

Das Thema POSITIONIERUNG ZUR TRANSZENDENZ will eine lebendige Debatte mit den Ausdrucksmöglichkeiten der bildenden Kunst zum 500. Jahrestag des Beginns der Reformation eröffnen. Künstlerinnen und Künstler aller Sparten werden eingeladen, sich bildkünstlerisch mit diesem Thema auseinander zu setzen.
Eine qualifizierte, aus den für den Bereich Kultur maßgeblichen Institutionen der Stadt und des Rhein Main Gebietes zusammengesetzte Jury wird in einem anonymisierten Verfahren die Preisträger ermitteln und darüber hinaus aus den eingereichten Werken eine aussagekräftige Auswahl von zehn Werken treffen.
Diese wird für einen Zeitraum von ca. sechs Wochen (Zeitrahmen: 30.09. – 11.11.2017) in katholischen Kirchenräumen des Wiesbadener Stadtgebietes präsentiert.
Parallel erfolgt eine Auslobung eines Preises sowie eines Förderpreises in der Sparte „Sprache und Literatur“ unter dem Motto „Worte aus der Zumutung Gottes“. Eine gemeinsame Publikation mit jeweils zehn Beiträgen aus den Rubriken „Wort“ wie „Kunst“ ist vorgesehen.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Weihbischof Dr. Thomas Löhr.

Bedingungen für die Teilnahme & Bewerbungsunterlagen:

  • Künstlerinnen und Künstler aller Sparten können sich mit bis zu fünf Arbeiten bewerben
  • die künstlerischen Arbeiten sollten aktuell zu dem benannten Thema entstanden sein
  • einzureichen ist eine Fotodokumentation des/der Werkes/Werke (Format Din A4)
  • Kurzvita (mit Ausstellungsverzeichnis und Ausbildungsnachweis)
  • Kurztext zum Kontext von Arbeit und Thema (max. 1 DIN A4, Arial 12)
  • Wichtig! Die Auswahl erfolgt in einem anonymisierten Verfahren: Bitte markieren Sie alle Teile der Bewerbung durch eine frei wählbare, fünfstellige Kennzahl. Diese Identifikationsnummer ist auch auf der Verfasser- und Urheberrechtserklärung einzutragen, die in einem gesonderten, ebenfalls gekennzeichneten und verschlossenen Briefumschlag abzugeben ist
  • Für den sachgerechten An- und Abtransport zur Ausstellung ist die/der Künstlerin/ Künstler verantwortlich
     

Jury und Rechtsweg:

  • Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Fachjury
  • Das Urteil der Jury ist verbindlich und unanfechtbar
  • Mit Ihrer Bewerbung erkennen Sie die Verleihungsbedingungen an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen nur in begründeten Ausnahmefällen zurückschicken können
     

Jury:     

  • Katinka Fischer, Kulturjournalistin FAZ Rhein Main
  • Dr. Alexander Klar, Direktor Museum Wiesbaden
  • Dr. Simone Husemann, Kirche und Kultur der Katholischen Kirche der Stadt Wiesbaden
  • Dr. Roland Meyer-Petzold, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler Wiesbaden e.V.
  • Dr. Isolde Schmidt, Kulturamt der Stadt Wiesbaden

Die Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte unter dem Stichwort POSITIONIERUNG ZUR TRANSZENDENZ an:

Kirche und Kultur
Roncalli Haus
Friedrichstraße 26-28
65185 Wiesbaden

Bewerbungsschluss: 30.04.2017

Literaturpreis zum Reformationsjahr

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Ausschreibung eines Preises sowie eines Förderpreises für „Sprache und Literatur“

Im Rahmen des von der Katholischen Kirche in Wiesbaden zum Reformationsjahr 2017 angestoßenen Projekts

„Hier stehe ich!“ – Standpunkte, die bewegen
Aus Sprache – Aus Tausch – Aus Bilden

wird ein Preis in Höhe von € 2.000 sowie ein Förderpreis mit einer Dotierung von
€ 1.000 für „Sprache und Literatur“ ausgelobt.

Das vorgegebene Thema

WORTE AUS DER ZUMUTUNG GOTTES

will zum 500. Jahrestag des Beginns der Reformation eine lebendige Debatte mit den Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache eröffnen.
Nie war die Frage nach Gott, die Suche nach Spiritualität aktuell spürbarer, virulenter als heute. Ausstellungen wie die im Düsseldorfer Ständehaus gezeigte Präsentation „The Problem of God“ wandten sich jüngst diesem entscheidenden Aspekt menschlichen Daseins mit Blick auf die Bildkünste zu und wahrten doch zugleich eine große Distanz zu diesen Fragen. Englische Titel werden bemüht; wir benutzen eine Hybrid-Sprache, denn wie ließe sich sonst das Unbeschreibliche beschrei¬ben, das in Wort nehmen, was uns übersteigt?
Allen Menschen wird Gott zugemutet. Gerade die aktuelle gesellschaftliche Situation lässt keinen Ausweg, nicht mit dem Phänomen Gott konfrontiert zu werden.
Die Literatur öffnet Sprachräume jenseits der gängigen sprachlichen Fixierungen, jenseits der eingefahrenen Wege.

Welche Sprache erwächst aus der Zumutung Gottes?

Eine qualifizierte Jury wird in einem anonymisierten Verfahren die Preisträger ermitteln. Darüber hinaus wird sie aus den eingereichten Werken eine aussage-kräftige Auswahl von zehn Arbeiten treffen, welche in abendlichen Lesungen in katholischen Kirchenräumen des gesamten Wiesbadener Stadtgebietes präsentiert werden.

Gleichzeitig erfolgt die Auslobung eines 1. Preises sowie eines Förderpreises in der Sparte „Bildende Kunst“ unter dem Motto „Positionierung zur Transzendenz“. Eine gemeinsame Publikation mit jeweils zehn Beiträgen aus den Rubriken „Wort“ wie „Kunst“ ist vorgesehen.

Bedingungen für die Teilnahme & Bewerbungsunterlagen:
 

  • Die Ausschreibung erfolgt überregional und gattungsübergreifend (Lyrik wie Prosa)
  • Gefordert ist ein in sich geschlossener, bislang nicht veröffentlichter Text von max. 10 Seiten à 2.500 - 3.000 Zeichen (incl. Leerzeichen)
  • Kurzvita (mit Verzeichnis der Veröffentlichungen)
  • Eingereichte Manuskripte werden nicht zurückgesandt; bitte haben Sie zudem Verständnis dafür, dass wir keine Stellungnahmen zu einzelnen Texten geben werden

Die Manuskripte senden Sie bitte unter dem Stichwort WORTE AUS DER ZUMUTUNG GOTTES via Mail als Textdatei im rtf-, doc- oder docx-Format an s.husemann@bistumlimburg.de
 

Einsendeschluss ist 30.04.2017
 

Alumni-Plattform für Kirchenführende

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Führungs-Fundus

Der "FührungsFundus" soll den Kirchenführenden im Bistum Limburg mittels einer online gestützten Lernplattform ein Forum bieten, in dem diese sich untereinander austauschen können, aber auch eigene Projekte präsentieren können. Dieses Angebot richtet sich an alle mit Kirchenführungen im Bistum LImburg betrauten Personen, die an der Weiterbildung oder an einem fortbildenden Studientag zum Thema Kirchenführungen der Katholischen Erwachsenenbildung - Bildungswerke Wiesbaden, Rheingau und Untertaunus teilgenommen haben.

Mit dieser Plattform geben wir Ihnen die Möglichkeit, über die Ausbildung hinaus, miteinander im Kontakt zu bleiben, sich über inhaltliche oder didaktische Aspekte Ihrer Führung auszutauschen oder auch aktuelle Hinweise auf Ihre eigenen Projekte und Termine zu geben.

Nach dem Historismus – der Moderne Raum geben

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Die Kirche braucht den Raum als Ort ihres Gottesdienstes, als Raum der Versammlung des Volkes Gottes, als Raum zur Verkündigung der Frohen Botschaft. Die Architektur hatte gerade in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg eine besondere Leistung zu erbringen. Die moderne Kirchenbaukunst will aus dem Geist und Stilempfinden unserer Zeit und den aktuellen Mitteln dem Glauben Ausdruck verleihen. Moderne Kirchenbaukunst verzichtet bewusst auf die Imitation früherer Stile in Bau und Ausstattung.

Schon Marie-Alain Couturier, dominikanischer Mitdenker und Anreger für die sakrale Kunst in Frankreich in der 1. Hälfte des 20. Jh.s forderte:

„Deshalb müssen wir zuerst aufhören, ewig die Stile der Vergangenheit nachzuahmen. Denn die Kunst lebt nur von ihren lebendigen Meistern. Nicht von den toten Meistern, so wertvoll das Erbe auch sein mag.“ 

Auch in der Stadt Wiesbaden lassen sich Kirchenräume der Jetztzeit finden.
Wir wollen Sie unter dem Motto "Bekannte Unbekannte - Räume für Mensch und Liturgie" neu in den Blick nehmen. Sakralräume tragen die Spuren gelebten Lebens, Glaubens und Hoffens. Durch die Architektur wird ihnen die Gestalt des spirituellen Raumes gegeben.An vier Abendterminen werden Sakralräume aus den 50er, 60er und 70er Jahren in Wiesbaden auf besondere Art und Weise geöffnet, vorgestellt und diskutiert.Die Führungen sollen in die Geschichten, Schönheiten und Potenziale moderner Sakralräume der Stadt Wiesbaden hinführen und einen kreativen Gedankenaustausch zwischen Architekten, Künstlern, Theologen, Menschen der Gemeinde und Kunstfreunden anregen.

Auftakt: 17. Juni 2010 um 18.30 Uhr in St. Mauritius, Abeggstraße 37, 65193 Wiesbaden

„Der Kirchenraum ist ein heiliger Alltagsraum. Allerdings darf dieser heilige Alltagsraum nicht mit der Gemütlichkeit eines Wohnzimmers verwechselt werden. Der Kirchenraum ist ein Raum der Unterbrechung und des Aufbruchs, er beherbergt die Gemeinschaft, gibt dem in ihm gefeierten Mysterium eine in Stein gehauene oder in Beton gegossene Begrenzung, um gleichzeitig in die Welt und in den Himmel hinein zu zerbersten.“
Hartwig Bischof, Institut für Dogmatische Theologie, Universität Wien